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Besetzung
John Malkovich: KLIMT
Veronica Ferres: EMILIE FLÖGE
Stephen Dillane: SEKRETÄR
Saffron Burrows: DIE TÄNZERIN
Nikolai Kinski: SCHIELE
  Geboren 1953 in Illinois, USA.

FILMOGRAFIE (AUSWAHL)

Klimt 2006
Art School Confidential 2005
Per Anhalter durch die Galaxis 2005
Johnny English 2003
Hideous Man 2002
Ripley's Game 2002
Ich geh' nach Hause 2001
Der Obrist und die Tänzerin 2001(auch Regie)
Ghost World 2000
Shadow of the Vampire 2000
Die wiedergefundene Zeit 1999
Being John Malkovich 1999
Johanna von Orleans 1999
Rounders 1998
Der Mann in der eisernen Maske 1997
Con Air 1997
Nach eigenen Regeln 1996
Mary Reilly 1996
Portrait of a Lady 1995–1996
Der Unhold 1995–1996
Jenseits der Wolken 1995
O convento 1995
In The Line Of Fire – Die zweite Chance 1993
Überleben! 1993
Jennifer 8 1992
Von Mäusen und Menschen 1992
Schatten und Nebel 1991
Himmel über der Wüste 1990
Gefährliche Liebschaften 1988
Die Reisen des Mr. Leary 1988
Das Reich der Sonne 1987
The Killing Fields – Schreiendes Land 1984

INTERVIEW

Ein einzigartiger Moment in der Geschichte - JOHN MALKOVICH über sein Verhältnis zu Klimts Wien und seine Abscheu vor herkömmlichen Künstler-Biografien.

Gustav Klimt ist wahrscheinlich der bedeutendste Maler der österreichischen Kunstgeschichte, gleichzeitig ein herausragender Vertreter einer bedeutenden Epoche. Wie sind Sie dieser Figur nahe gekommen? Wurden Sie von seinen Bildern inspiriert?

JOHN MALKOVICH: Viele Menschen malen Bilder, aber das ist noch lange kein Grund, einen Film über sie zu machen. Außerdem ist es wirklich unangenehm schwierig, die Gefühlswelt eines Malers in Filmbilder zu übertragen. Ich habe diese Rolle vor allem übernommen, weil Raoúl Ruiz, mit dem ich schon zweimal zuvor gearbeitet hatte, für Regie und Drehbuch verantwortlich war.

Was hat Ihnen am Drehbuch gefallen?

JOHN MALKOVICH: Ich fand gut, dass es keine herkömmliche Künstler-Biografie ist, so etwas liest man doch viel lieber, das muss man wirklich nicht auch noch im Kino sehen. Raoúl Ruiz praktiziert in seinen Filmen eine schwer zu definierende, fast flüssige Herangehensweise an die Welt. Gleichzeitig hat er eine sehr klare Vorstellung von dem, was er will. Das gefällt mir. Ich meine, etwas Improvisation ist schon in Ordnung, aber wenn einer dauernd nur improvisiert, wozu ist er dann noch Regisseur?

Glauben Sie, dass die Stadt Wien zur Zeit von Gustav Klimt ein besonderer Ort mit besonderen Menschen war?

JOHN MALKOVICH: Ja, davon bin ich überzeugt. Damals trafen so verschiedene Felder wie Kunst, Architektur, Philosophie und Psychiatrie aufeinander, es wurde wild diskutiert und analysiert, weil wirklich alle glaubten, damit gemeinsam an einer besseren Zukunft zu arbeiten. Ich bin überdies der Meinung, dass dieser Moment einzigartig war, ich kenne keinen zweiten in der Geschichte.

KLIMT wurde an Originalschauplätzen in und um Wien gedreht. Haben Sie da noch etwas von der Aura dieser Zeit gespürt?

JOHN MALKOVICH: Als Stadt hat Wien eine verführerische, sehr weibliche Seite an sich, die diese Stimmung sicher unterstützt. Aber im Grunde konzentriert man sich als Schauspieler auf den Job und nicht auf die Stadt.
 
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