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Besetzung
John Malkovich: KLIMT
Veronica Ferres: EMILIE FLÖGE
Stephen Dillane: SEKRETÄR
Saffron Burrows: DIE TÄNZERIN
Nikolai Kinski: SCHIELE
  Geboren 1965 in Solingen, Deutschland.

FILMGORAFIE (AUSWAHL)

Klimt 2006
Die wilden Hühner 2005
Liebling, wir graben Harry aus! 2005
Die Rückkehr des Tanzlehrers (TV) 2004
Till Eulenspiegel 2003
Unterwegs zur Familie Mann 2001
Die Manns - Ein Jahrhundertroman (TV) 1998–2000
Die Braut 1999
Late Show 1998
Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief 1996
Honigmond 1995
Hera Linds Das Superweib 1995
Tom Gerhardt – Voll normaaal! 1994
Die zweite Heimat – Die Chronik einer Jugend (TV) 1988–1992
Der Papagei 1992
Schtonk! 1991

AUSZEICHNUNGEN (AUSWAHL)

DIVA - Der Deutsche Entertainment Preis 2005
16. Bayerischer Fernsehpreis 2004

INTERVIEW

So etwas wie Heimat - VERONICA FERRES über eine sehr moderne und unkonventionelle Liebe.

Gustav Klimt hatte viele Musen. Sie aber spielen die Frau, die ihm am wichtigsten war.

VERONICA FERRES: Emilie Flöge war die einzige Frau, die ein Leben lang an Klimts Seite war. Durch ihre Kontakte fand Klimt Kundinnen für seine Porträts. Die beiden hat eine große Liebe verbunden, die sehr modern und sehr unkonventionell war. Emilie Flöge hat begriffen, dass sie ab einem gewissen Punkt ihrer Beziehung dem Genie Klimt nicht mehr das geben konnte, was er brauchte, um inspiriert zu sein. Da hat sie ihm die Modelle und Geliebten nicht nur ausgesucht und zugespielt, sondern auch mit einer unglaublichen Offenheit darüber gesprochen. Er hatte mit Sicherheit auch Angst davor, weil er sich selber kannte. Jede Verliebtheit, jede Leidenschaft war bei ihm ein Strohfeuer, das schnell brannte, aber genauso schnell auch wieder erlosch. Mit dem Verglimmen der Leidenschaft beendete Klimt auch immer die Beziehungen zu seinen Geliebten. Und das wollte er mit Emilie nicht riskieren. Sie war die einzige, die ihn seelischen aufbauen konnte. Für Gustav Klimt war Emile Flöge so etwas wie Heimat.

Nun mussten Sie diese Leidenschaft zwischen Emilie Flöge und Gustav Klimt auch spielen. Wie sehr kam Ihnen da John Malkovich entgegen?

VERONICA FERRES: Wir spielen keine Leidenschaft, wir spielen Liebe. Diese tiefe Seelenverwandtschaft, diese komplexe Verbundenheit von zwei Menschen, die im Schulterschluss durch Dick und Dünn gehen. Emilie hat Klimt immer wieder aus finanziellen Engpässen herausgeholt. Sie hat ihn der Gesellschaft wie in der Politik für ihn Fürsprache gehalten. Und sie hat ihm auch durchaus mitgeteilt, wenn mal wieder eines seiner vielen unehelichen Kinder auf die Welt kam, weil sie wusste, wie er sich darüber freut. Diese Vielschichtigkeit, diese Sehnsucht, diese Sinnlichkeit, und all das Gebrochene dahinter zu spielen war für mich eine ganz große Herausforderung – besonders an der Seite von John Malkovich, der nicht nur ein perfekter Gustav Klimt ist, sondern überhaupt ein Traumpartner. Es ist auch so, dass John Malkovich ein unglaublich begabter Zeichner ist. In Drehpausen sitzt er immer und zeichnet und malt, es gibt viele Parallelen, die ich zwischen beiden sehe.

War es für Sie wichtig, dass KLIMT an Originalschauplätzen gedreht wurde?

VERONICA FERRES: Natürlich, das ist schon sehr inspirierend. Man hat als Schauspieler schon beim Lesen des Drehbuchs immer ein bestimmtes Bild der Szene vor Augen, das wird dann meistens enttäuscht. Bei diesem Film wurde es immer übertroffen.
 
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