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Geboren 1976 in Paris, Frankreich
FILMOGRAFIE
Klimt 2006
Aeon Flux 2005
Dirty Sky 2002
Tortilla Soup 2001
Jamila 1994
INTERVIEW
Nur an die Bilder denken - NIKOLAI KINSKI über seine Rolle als Egon Schiele.
Egon Schiele ist ein Künstler, dessen äußere Erscheinung vor allem wegen seiner vielen Selbstporträts als allgemein bekannt gilt. Wie schwer ist es, so eine quasi öffentliche Figur zu spielen?
NIKOLAI KINSKI: Was Sie sagen gilt vielleicht für Österreich, außerhalb von Österreich ist es nicht ganz so. Ich etwa bin erst durch dieses Projekt auf Egon Schiele aufmerksam geworden, erst nach einem Treffen mit Raoúl Ruiz habe ich in der Albertina meine ersten Schiele-Zeichnungen gesehen. Aber seitdem bin ich besessen. Seine Bilder und sein Leben lassen mich nicht mehr los. Das ist mir noch nie vorher passiert. Seine Linien brennen Löcher in mein Unterbewusstsein. Ich fühle mich extrem glücklich, dass ich eine Künstler spielen darf, dessen Werk mich dermaßen begeistert.
Sie haben durch die Bilder zur Figur gefunden?
NIKOLAI KINSKI: Unbedingt. Natürlich habe ich mich auch mit Schieles Leben beschäftigt. Aber schon als ich vor seinen Bildern stand, hatte ich das Gefühl, genau zu wissen, was es bedeutet haben muss, dieser Mensch zu sein. Fakten und Zahlen waren nur noch Hintergrund. Um Schiele zu werden, musste ich nur an seine Bilder denken. Das war eine absolut neue Erfahrung für mich. So habe ich mich noch nie zuvor einer Rolle genähert. Seine Selbstporträts waren der Ausgangspunkt. Ich musste sie nur zum Leben erwecken.
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